Ein Fest für die Sinne – Erleben Sie Russisches Ballett auf höchstem Niveau!

Das Jacobson-Ballett definiert die russische Tanzkunst neu: Ballett als berauschende Vielfalt mit Charakter, Charisma und Charme. Erleben Sie das mehrfach prämierte Jacobson-Ballett an einem Abend in drei Stücken von klassisch bis modern. Scheinbar schwerelos, voller Kraft und Eleganz tanzt das Weltklasse-Ballett große Gefühle ohne Worte. Alle drei Meisterwerke gehören zu den choreographischen Kostbarkeiten und fesseln durch ihre ausdrucksstarke Inszenierung und leidenschaftliche Performance. Erweitern Sie Ihren Horizont und kommen Sie dem Himmel ganz nah – bei einem Ballettabend, der in Erinnerung bleibt, weil er Spuren hinterlässt. Spuren purer Freude.

Grand Pas aus dem Paquita Ballett

Das 1846 inszenierte Paquita-Ballett mit Miguel de Cervantes ‚Novelle La Gitanilla oder The Gypsy Girl als Inspirationsquelle ist längst in Vergessenheit geraten. Der Grand Pas, den Ludwig Minkus vertont hat, und den Marius Petipa 1881 eigens für dieses Ballett inszenierte, ist jedoch immens erfolgreich. In gewisser Weise ist es ein choreografischer Hymnus, der unwiderstehliche weibliche Reize verherrlicht, sowie eine Schau mit verschiedenen Facetten des klassischen Tanzes: Ensembles, Duos und Solos. Adagio, Variationen und Coda, acht Corps de Ballet Tänzerinnen, sechs Coryphees. Die weibliche Hauptrolle und ihr männlicher Partner demonstrieren während der Hauptveranstaltung eine raffinierte Balletttechnik und eine Vielfalt an Tanzformen.

Choreographische Miniaturen

Choreographische Miniaturen waren Leonid Yacobsons Lieblingsform der Ballettkunst. Im Laufe seiner Karriere verfeinerte er sie und kehrte immer wieder zu ihnen zurück; und nach ihnen hat er das von ihm gegründete Ballettensemble benannt. Die prägnanten, vielseitigen choreographischen Miniaturen wurden zu einem Werkzeug, mit dem der großartige Choreograf seine Idealvorstellungen von perfektem Tanz durch präzise Körpersprache ausdrückte. Sie präsentieren die Sicht des Choreografen auf die bedeutendsten Meilensteine des Balletts der Vergangenheit. Seine Einstellung zu seinen Vorgängern geht von liebevollem Respekt bis hin zu feiner Ironie, immer unerwartet und unkonventionell.

Die Probe

Produktion des jungen zeitgenössischen Choreografen Konstantin Keikhel. Die Show reproduziert die Atmosphäre von Federico Fellini’s Filmen – mit einer riesigen Filmklappe, die über die gesamte Bühne geht, hellen Farbtupfern im Hintergrund und einer Kamera, die aktiv in die Performance involviert ist.
Die Kostüme und die Kulissen für alle drei Shows wurden von Olga Shaishmelashvili, einer renommierten Bühnenbildnerin aus Sankt Petersburg, die für viele Musicals und Theateraufführungen gearbeitet hat, angefertigt.

Power of Passion

„Eine Hommage an Leben und Leidenschaft in drei Stücken“

29. März 2018Darmstadtium, 19.00 Uhr

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Leonid Jakobson

Leonid Jakobson ist ein berühmter russischer Choreograf und bekannter Künstler. Er wurde in Sankt Petersburg geboren und absolvierte 1926 die berühmte Leningrader Choreographie-Schule. Zudem tanzte er selbst im Kirow-Theater in Leningrad und am Bolschoi Theater in Moskau. Zum Ende seiner tänzerischen Karriere kehrte er als Choreograph nach Leningrad zurück.
Auf der Bühne des Kirow-Theaters feierten vor allem seine Ballettaufführungen „Schurale“ (1950), „Spartakus“ (1956), „Die Wanze“ (1962) und „Wunderland“ (1977) große Erfolge.
1966 wurde auf Initiative von Jakobson die Leningrader Balletttruppe „Choreographische Miniaturen“ ins Leben gerufen, die er selbst anleitete. Der Name dieser Gruppe steht für den Titel der Aufführung, deren Premiere 1958 im Kirow-Theater stattfand. Diese Ballettaufführung wurde 1960 verfilmt und mit dem Preis „Goldene Nymphe“ in Monte Carlo ausgezeichnet. Für diese Leistung wurde auch Jakobson das Diplom der Pariser Tanzakademie verliehen.
Im Laufe der nächsten zwei Jahre schuf der Choreograf ein ganz neues, umfangreiches Repertoire. In dieser Zeit ist auch sein berühmtes „Exerzitium XX“ nach der Musik von Johann Sebastian Bach entstanden. Hierzu gehörten kleinere Genreballetts („Zirkus“, „Brautzug“ und „Negertanz“), Tanzminiaturen nach den Skulpturen von François-Auguste-René Rodin und der klassische Akt unter dem Namen „Klassik-Romantik“.

Den gleichen großen Erfolg hatten auch das rein klassische „Pas de quatre“ nach Bellinis Musik, Folkloretänze wie der Operettentanz „Pas de deux“ nach der Musik von Franz Lehár, und die Grotesktänze „Kriecher“ und „Negertanz“, nach der Musik von Igor Strawinsky. Zum berühmten Rodin-Zyklus schuf Jakobson noch zusätzliche Kompositionen, die uns an lebendige Skulpturen dieses französischen Bildhauers erinnern sollen.
Jakobson hat in die Choreographie eine ganzheitliche Sprache und Bildlichkeit gebracht, wobei er viele Traditionen und Dogmen verletzte. Voll von sich und seinem Handeln überzeugt kümmerte er sich nicht um andere Meinungen – auch nicht von Vorgesetzten. Deswegen wurden seine Tanzminiaturen häufig verboten oder es war sehr schwer sie durchzusetzen. In seiner Balletttruppe gab es kein Ballettkorps. Seiner Vorstellung entsprach es, ein Kollektiv von Solistinnen und Solisten zu schaffen, die in verschiedenen Genres tanzen können. Der Ansatz, alles auf Individualität zu setzen, war in der Kunst nicht üblich. Deswegen wurde der Begründer der modernen Choreographie in der Sowjetunion lange nicht anerkannt. Seine Balletttruppe durfte nicht auf Gastspiel gehen – weder innerhalb des Landes noch im Ausland.
Heutzutage ist der Name Leonid Jakobson in die Geschichte des russischen Balletts eingegangen. Seine choreographischen Ballettminiaturen wurden als Ballettklassik bekannt, seinen Namen trägt jetzt das von ihm gegründete Staatliche Akademische Leonid-Jakobson-Balletttheater, in dem seine Choreographie sorgfältig gepflegt und weiter von neuen Generationen mit Begeisterung getanzt wird.

Das Akademische St. Petersburger Staatsballett von Leonid Jakobson

Das Staatliche Akademische Leonid-Jakobson-Balletttheater, ist nicht nur eine Bereicherung aus Sankt Petersburg und Russland, sondern für die ganze Welt. Das Theater ist auf seine 50-jährige Geschichte stolz und trägt den Namen seines Begründers, des berühmten Choreografen des 20. Jahrhunderts, Leonid Jakobson (1904–1975).
Das Ballettkollektiv wurde am 12. November 1966 unter dem Namen „Choreografische Miniaturen“ gegründet. Seit 1969 leitete Leonid Jakobson das Theater – und eine neue Zeitrechnung für diese Balletttruppe begann.
Leonid Jakobson wurde in Sankt Petersburg geboren. 1926 absolvierte er die Leningrader Ballettschule und tanzte im Kirow- und Bolschoi-Theater. Weltberühmt wurde er jedoch als einzigartiger und ausdrucksvoller Choreograf, der ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln und -formen war. Er entwickelte die Traditionen von Michel Fokine weiter und war zudem davon überzeugt, dass jede Aufführung individuell geprägt sein muss und dass das klassische Ballett nur eine, aber nicht das wichtigste Ausdrucksmittel im Ballett sein muss. Dank seiner individuellen Denkweise und unerschöpflichen Phantasie gelang es ihm, seine eigene Tanzplastik zu schaffen sowie stilistische und choreographische Möglichkeiten der klassischen Choreographie zu erweitern. In den von Leonid Jakobson geschaffenen Kunsttänzen traten die bekanntesten und begabtesten Balletttänzerinnen und –tänzer wie Natalie Makarova, Mikhail Baryshnikov, Alla Ossipenko und Maya Plisetskaya auf.

Heutzutage nimmt das Staatliche Akademische Leonid-Jakobson-Balletttheater einen wichtigen Platz unter den stärksten Balletttruppen in Russland ein. Sein Repertoire ist sehr umfangreich. So werden darin das Erbe des Begründers dieses Theaters (der legendäre „Spartakus“, choreographische Rodin-Miniaturen, „Klassik-Romantik“, „Genre“-Ballette, das kleine Ballett „Brautzug“), klassische Aufführungen („Giselle“, „Schwanensee“, „Nussknacker“, „Paquita“, „Chopiniane“) und moderne Aufführungen jüngerer Choreographen (Ein-Akt-Ballette „Gesichter moderner Choreographie“, „Romeo und Julia“, „Steinufer“, „Orchesterprobe“) verbunden.

Das Akademische St. Petersburger Staatsballett von Leonid Jakobson

Seit 2011 ist der berühmte russische Künstler Andrian Fadeyev Theaterleiter. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, die Traditionen zu pflegen und fortzuentwickeln, die im Laufe der Geschichte des Ballettkollektivs entstanden sind. So kann das Publikum in der ganzen Welt die klassischen Aufführungen der russischen Balletts mit neuen Bühnenbildern und Kostümen genießen, die von modernen russischen Künstlern geschaffen wurden. Die Balletttruppe wurde mit dem höchsten Theaterpreis von Sankt Petersburg „Goldene Soffitte“, mit dem nationalen Theaterpreis Russlands „Goldene Maske“ und mit dem in Europa bekannten Ballett-Preis „Taglioni“ ausgezeichnet.

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